14. April 2026

Eigenmarken lernen den Ton der Markenartikel

Handelsmarken übernehmen zunehmend die Claim-Muster der A-Marken — und verlieren dabei manchmal die eigene Klarheit am Regal.

Vielfältige Produktverpackungen in einem Supermarktregal

Eigenmarken im deutschen LEH treten selbstbewusster auf: Premiumlinien, Herkunftsgeschichten, Nachhaltigkeitsclaims. Das verschiebt die Markenkommunikation in ganzen Kategorien — auch für klassische Markenartikel.

Interessant ist der Tonfall: Viele Handelsmarken kopieren emotionale Floskeln, ohne die Behauptung mit einem greifbaren Unterschied zu unterlegen. Shopper merken das schnell, wenn Verpackung und Geschmack nicht zusammenpassen.

Für Markenartikler bedeutet das weniger Panik, mehr Präzision. Statt lauter zu werden, lohnt es sich, den eigenen Claim am konkreten Gebrauchsmoment festzumachen — Portionierung, Zubereitung, Anlass — und diesen Moment im Launch-Briefing festzuschreiben.

Wer Eigenmarken nur als Preisdruck sieht, übersieht die kommunikative Seite. Beobachten Sie deren Regaltexte: Dort zeigt sich, welche Versprechen in Ihrer Kategorie gerade als Standard gelten.

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